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"Ich bin dann mal weg!" 

Bericht des Auslandsjahres von Max Schumacher und Meike Unland im Projekt ECEF

 

Seit Ende August befinden sich Max Schumacher und Meike Unland in unserem Projekt in Uganda. Es war ein aufregender Start. Frisch vom St.-Josef-Gymnasium mit dem Abitur entlassen machen  sich die Beiden jungen Erwachsenen auf den Menschen in Uganda zu begegnen und neue Erfahrungen mit der Arbeit im Ausland zu sammeln.

 

Hier finden Sie den Bericht der beiden "Auswanderer"

 


Unser Haus, wie gesagt noch nicht perfekt…
 


Ein Teil des Kindergartens, der dann wohl das nächste Jahr mein Arbeitsplatz sein wird

02.09.2013

Hallo zusammen,

die Tage verschwimmen ineinander, ich kann gar nicht mehr genau sagen, was wir gestern oder vorgestern, oder letzte Woche gemacht haben. Auf jeden Fall kommt es mir nicht so vor, als wenn wir erst 2 Wochen hier sind.

Habe sogar schon gelernt einige ugandische Gerichte zu kochen, die Jeska, das „Hausmädchen“ (ich finde keinen passenden deutschen Ausdruck) von Stephen und Anett mir gezeigt hat. Das Hauptgericht Matooke besteht aus einer bestimmten Sorte grüner Bananen. Matooke wird in den ugandischen Familien täglich gegessen und kocht in Bananenblättern eingehüllt einige Stunden über dem Feuer. Wenn man die Bananen schält, hat man nachher ganz braune Hände und die lassen sich auch schwer wieder sauber machen. Außerdem kann ich jetzt Chapat machen, das ist ein fester, ungesüßter Pfannekuchen, der häufig mit Rührei gegessen wird, genannt „Rolex“ (von Roll-eggs). Insgesamt wird hier sehr wenig süß gegessen, fast alle Mahlzeiten bestehen ausschließlich aus Kohlehydraten, so dass man sehr schnell satt wird. Die frischen Früchte hier sind einfach köstlich; ich habe noch nie so gute Ananas oder Wassermelone gegessen. Es gibt hier jede Menge Früchte, die in Deutschland gar nicht bekannt sind, zum Beispiel die „Jackfrucht“. Die findet man quasi an jeder Straßenecke und sie schmeckt wie die Tropical Gummibärchen von Haribo.

Letzte Woche sind Max und ich das erste Mal mit einem ugandischen Taxi gefahren. Aber Vorsichtig, Taxi ≠ Taxi !! Ein ugandisches Taxi ist ein Kleinbus mit 15 Sitzplätzen, der bestimmte Stationen abfährt. Es steht allerdings nicht vorne auf dem Taxi, wo es hingeht, sondern der Assistent des Taxifahrers ruft lauthals irgendwas, das wir nicht verstehen, um möglichst schnell das Taxi voll zu bekommen. Ein Taxi mit einem leeren Platz fährt nicht los, besser 4 Leute zu viel als einer zu wenig.

Auf der Hinfahrt von Gayaza nach Kampala hat Stephen uns gezeigt wo wir ein- und aussteigen können, auf der Rückfahrt haben wir das dann ganz alleine hinbekommen. Als wir Robert erzählt haben, dass wir alleine Taxi gefahren sind, wollte der uns gar nicht glauben.

 


Stephen, der Projektleiter von ugandischer Seite, bei dem wir am Wochenende wohnen


Cinny und Wynand, 2 von den 4 Kindern von Stephen, deren große Leidenschaft es ist Karten zu spielen, vor allem Skippo

Im Moment sind wir noch sehr abhängig von Stephen, Anett, William und Robert, die 4 müssen uns noch alles zeigen, aber ich schätze, dass wir bald etwas eigenständiger sind.

Heute sind wir dann in die Schule umgezogen. Leider ist unser Haus nach wie vor nicht fertig, sodass wir in einer anliegenden Lehrerwohnung übernachten. Hier ist alles etwas „afrikanischer“, als bei Stephen und Anett; kein fließendes Wasser, überall krabbeln Tiere (Salamander, Mücken, Max hat sogar schon eine Maus gesehen) rum. Ich nenne uns jetzt offiziell afrikanisch getauft, weil wir ein Plumsklo in der Lehrerwohnung benutzen und die Dusche aus einem 3-Liter-Kanister Wasser besteht. Ist gar nicht so leicht so zu duschen, aber ich bin sogar gut mit den 3 Litern hingekommen.

Mittwoch sollen wir dann in unser Haus umziehen, ich bin mir noch nicht sicher, ob das alles so klappt, wie Stephen sich das vorstellt. Gestern wurde immerhin schon geputzt, aber es ist noch viel am Haus zu tun. Da noch keine Küchenzeile im Haus ist, werden wir von den Kochfrauen hier bekocht, für die mussten wir gestern das was wir essen möchten einkaufen.

 


In der Küche


Meikes Schlafzimmer


Was für ein Luxus!


Das Schlafzimmer von Max

 

05.09.2013

Gestern sind wir endgültig in unser neues Haus eingezogen. Der Boden ist zwar noch feucht, es gibt keine Küchenzeile und das Bad sieht noch sehr nach Baustelle aus, aber ich mags hier!

Es gibt insgesamt 5 mittelgroße Räume, ein Badezimmer mit Dusche und WC, und einen großen Wohnbereich, das Haus ist also eigentlich viel zu groß für uns beide. Mal gucken inwiefern wir es in den nächsten Wochen etwas wohnlicher einrichten können.

Vorgestern Abend hat Williams Freund uns abgeholt und uns mit zu der Bar „New Paradise“ genommen. Der Name verspricht mehr, als letztendlich dahinter steckt, aber wir haben gut gegessen (eine ungewöhnliche Mischung aus Pommes, Nudeln und Rührei), ein Bier getrunken und anderen Leuten beim Billard spielen zugeguckt.

Für das Wochenende ist geplant, dass wir zu  Stephen und Anett fahren. Da spielen wir dann wieder mit den Kindern, waschen unsere Sachen (eine Knochenarbeit ;)) und vielleicht gehen wir auch mit Robert nach Kampala. Im Moment ist unser Alltag also noch ziemlich eintönig, aber das wird sich legen, sobald die Schule in Uganda wieder anfängt.

 


Da versuche ich zu tanzen wie die Kinder, die nach Amerika fahren, da hab ich noch viel Arbeit vor mir ;)

William, der Administrator der Schule, er ist dafür verantwortlich, dass alles läuft und er behauptet, dass er nur 2 Stunden innerhalb der Woche schläft

Toni (der Schulleiter) hat sich schon mit Max zusammengesetzt und ihm erklärt, wie der Unterricht so abläuft. Max hat schon seine ersten Mathestunden geplant und morgen werden wir dann bei unserer ersten ugandischen Unterrichtsstunde zugucken. Ich werde mich wohl nächste Woche mit den Lehrerinnen aus dem Kindergarten zusammensetzen und zu gucken, wo meine Aufgaben für das kommende Jahr liegen.


Max und Pio in Entebbe am Viktoriasee. Pio nennt uns manchmal Mamalöwe und Papalöwe, weil er das Löwenkind ist


Ggaba, ein Ort am Viktoriasee an dem wir am Wochenende waren. Haben Fisch gegessen und Billiard gespielt

09.09.2013

Das Wochenende ist wieder vorbei, wir waren wie geplant bei Stephen und Anett. Am Freitag sind wir mit Bodaboda zur Taxihaltestelle gefahren und von da aus mit Taxi nach Kampala. Wir hatten natürlich keine Ahnung wo wir aussteigen mussten, also hat William einfach mit dem Taxifahrer telefoniert und der hat und dann gezeigt wo wir aussteigen müssen, hat sogar alles problemlos geklappt. Nachher hat Stephen uns abgeholt und mit auf eine Hochzeit genommen, das war wirklich interessant, aber wir haben nicht viel davon mitbekommen, weil es Max nicht besonders gut ging. Er hatte Kreislaufprobleme, ihm war kalt (bei gefühlten 28 Grad) und ihm war schlecht, also nach der Hochzeit ab ins „Krankenhaus“, alles natürlich nicht so sauber wie in Deutschland und der Arzt kam mir auch nicht besonders seriös vor, als er Max fragte, wie er denn behandelt werden wolle. Aber nach nicht allzu langer Zeit steht fest: Max hat Malaria. Er bekam eine Infusion, einige Tabletten und dann ging es wieder nach Hause. Die Tabletten wirken gut und Max ist wieder fit, also es besteht kein Grund zur Sorge.

Sonntag waren wir dann im Zoo mit Stephen, Pio (der 4-Jahre alte Sohn) und noch einer Freundin von Pio. Man kann sagen, dass ein ugandischer Zoo nicht so viel anders ist als ein deutscher Zoo, die Tiere sind relativ ähnlich, aber der Tag war trotzdem schön und es war eine angenehme Abwechslung.

Heute sind wir dann wieder nach Nakaseke zurückgefahren, mal gucken was die nächste Woche so bringt.

 

13.September.13

Puuh, Freitag der 13te, ohne besondere Vorfälle, Glück gehabt ;)

Montag fängt die Schule an!! (Habe mich glaube ich selten so auf Schule gefreut ;) )

 

 

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