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Judith - für einen Monat in der Schule

 

Nun ist es schon zweieinhalb Monate her, dass meine einmonatige Reise nach Uganda begann. Ich erinnere mich gerne an die Zeit, die Menschen und die Erfahrungen zurück, von denen ich auf diesem Weg gerne Berichten möchte. Besonders gefreut habe ich mich eine andere Kultur kennenzulernen und war gespannt,

 

Im Vorfeld hatte ich mir einige Gedanken über meine Arbeit im Kindergarten des Projektes gemacht. Ich wusste, dass in der „Nursery School“, dem Kindergarten der Ewaldi Community School, der Alltag dem einer Schule sehr ähnelt und so erlebte ich den Alltag auch vor Ort. Statt frei zu spielen gaben Lehrer den 3-6 Jährigen Unterricht, in dem sie Lesen, Rechnen und Schreiben lernten.  Die Kinder zeigten sich interessiert und diszipliniert, aber ich merkte auch, dass es für sie nach einiger Zeit schwer wurde sich zu konzentrieren, ruhig zu sitzen und zuzuhören.

 

 

Um die vier Wochen effektiv zu nutzen, habe ich mir das Ziel gesetzt mit den Kindern zu spielen und sie etwas vom Schulalltag abzulenken. Zudem war es mir wichtig zu zeigen, dass auch Spielen für die Entwicklung der Kinder wichtig ist und so wollte ich etwas aus dem Kindergartenalltag aus Deutschland zeigen.

Ich kaufte ein Schwungtuch, Ballons, Murmeln, Stifte, Puzzle und Spiele, packte alles in einen Koffer und dann ging es auch schon los.

 

An der Schule angekommen wurden mir Zeiten eingeräumt in denen ich mit den Kindern der „Nursery school“ spielen, meine Ziele verfolgen und die Materialien einsetzten konnte. Die Kinder waren schnell zu motivieren und hatten sichtlich Spaß mit den unterschiedlichen Materialien zu spielen. Besonders beeindruckend waren die unterschiedlichen Reaktionen auf die Spielsachen. Einige zeigten sich anfangs zurückhaltend, andere fingen direkt an auszuprobieren und wieder andere wollten am liebsten die Spielsachen für sich allein haben. Zu sehen, dass aber alle Kinder begeistert mitspielten und eigene Ideen umsetzten, freute mich und bestärkte meine Arbeit mit den Kindern vor Ort. Ebenfalls war es toll zu sehen, wie zufrieden und glücklich die Kinder mit dem einfachen und eigentlich wenigen Spielsachen waren, vermutlich weil vieles für sie unbekannt oder selten war.

 

 

Die Arbeit im Projekt war eine von vielen tollen und wichtigen Erfahrungen für mich. Eine für mich persönlich sehr wichtige Erfahrungen war es, das einfache Leben ohne „Luxus“ wie z.B. fließendes Wasser kennenzulernen und zu sehen wie zufrieden, glücklich und vor allem dankbar die Menschen waren über das was sie hatten- oft nicht mehr als eine kleine Hütte, in der man mit vielen Personen lebte. Auch die Freundlichkeit und Offenheit der Menschen dort mir gegenüber hat mich beeindruckt.

Auch wurde mir nochmal verdeutlicht, dass es für die Kinder wichtig ist die Schule zu besuchen. So war ich besonders froh, dass ich eine Patenschaft für einen Jungen übernommen habe, der jetzt in der Schule lebt. Er wohnte zuvor bei seiner Tante und ihren 3 Kindern, weil seine Oma verstorben ist. Durch die Patenschaft wurde mir nochmal deutlich, dass man nicht viel geben muss, um anderen viel zu helfen und wie wichtig der Schulbesuch ist, um kognitive und auch sozial-emotionale Fähigkeiten zu erlangen.
Besonders gefreut hat mich auch, dass meine Idee nach Uganda zu reisen und dort im Projekt zu arbeiten viele unterstützt haben. Ich habe einige Spendengelder sammeln können und den Kindern vor Ort eine Schaukel gekauft, was die Kinder natürlich sehr erfreute.

Ich habe viele Erfahrungen gesammelt und tolle Menschen kennengelernt und bin mir sicher, nicht das letzte Mal dort gewesen zu sein.
 

 

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