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Licht und Strom für die Kinder in Uganda

 

Wie wäre für uns ein Leben ohne Strom? Die Stromausfälle im Winter 2005 in unser Region haben gezeigt, was es bedeutet, wenn bei uns die Lampen ausgehen.

 

Alltag im Distrikt Nakaseke in Uganda. Hier liegt die „Ewaldi Community Primary School“, das Schulprojekt der Gemeinde Ewaldi Bocholt. Seit 5 Jahren hat sich hier auf dem Lande ein Ort des Lernens und Lehrens entwickelt. 250 Kinder besuchen die Grundschule, die meisten von ihnen Aidswaisen. Sie kommen aus armen und schwierigen Verhältnissen, doch in der Schule werden sie von den gut ausgebildeten Lehrern aufgebaut und auf das Leben vorbereitet. Zwei Theater- und Musikpädagogen fördern die Kinder im Tanz und in der kulturellen Musik, damit sie wieder Selbstbewusstsein schöpfen. Auch ein Kindergarten mit 60 Kindern ist Teil der Schule und ab dem nächsten Jahr sollen bis zu 200 Kinder in dem neuen Schlafsaal der Schule eine neue Heimat finden.

Hier, vor dem Landesinneren, wo die Kinder zur Schule gehen, enden die Stromleitungen und wenn doch eine Leitung ihr Ziel erreicht, dann gibt es höchstens am Wochenende ein paar Stunden Strom. Ein in unseren Zeiten undenkbarer Zustand.

 

Für die Kinder an der Schule eine Normalität, jedoch mit großen Einschränkungen, denn der Tag endet hier mit dem Sonnenuntergang um 18.30 Uhr. Die Tätigkeiten, die in den Abendstunden noch stattfinden können sind gezählt oder kosten viele Rohstoffe. Dennoch brennt in einigen Räumen nachts noch das Kerzenlicht.

Auch Medien, wie Fernseher oder einen Kopierer für die Lehrer gibt es nicht. Medikamente, die gekühlt werden müssen können nicht aufbewahrt werden.

„Doch am dramatischsten ist es um die Sicherheit der Kinder bestellt“, berichtet Steven Sango, der das Projekt zusammen mit dem Bocholter Pastoralreferent Andre Bösing leitet.

„In den Abendstunden können alle möglichen Leute auf das Gelände kommen und die Kinder sind nicht sicher.“ So wurde bereits zweimal in die Schule eingebrochen.

Aus diesem Anlass haben sich die Bocholter Unternehmen Tekloth Solar, BEW, Benning und RiKo zusammengetan, um zu helfen. Im Land der Sonne wird ab diesem Oktober eine Solaranlage dafür sorgen, dass die Kinder Licht haben werden.

Ein großes Abenteuer, denn noch gibt es nicht viele Erfahrungen mit dem regenerativen Strom in Uganda. Eine Netzeinspeisung wie hier in Deutschland ist aufgrund der instabilen Voraussetzungen erst gar nicht möglich und so muss die Energie vor Ort in Batterien gespeichert werden. Für das Projekt kam zugute, dass zur Zeit der Pufferspeicher der Hemdener Windkraftanlage abgebaut wurde und somit die Batterien für die Schule in Uganda verwendet werden konnten. Mitte August konnte der Container vom Firmengelände Tekloth durch die Firma Schares auf den Anhänger gesetzt werden und hat seitdem seine 30tägige Reise zum Hafen nach Mombassa angetreten.

„Es war wirklich ein großer Aufwand den Container auf die Reise zu schicken, denn alles musste gesondert verpackt werden, da die Akkus ein Gefahrengut sind.“, berichtet Andre Bösing. „Jetzt hoffen wir, dass der Container noch pünktlich sein Ziel in Uganda erreicht“.
 Ab dem 5. Oktober werden 15 Bocholter nach Nakaseke fahren, um dort die Solaranlage aufzubauen. „Vielleicht können wir bereits den Strom direkt nutzen, denn mit dem Container wurden über 20 Nähmaschinen verschickt, die für den Textilunterricht an der Schule gedacht sind.“ Die Gruppe freut sich darauf zusammen mit den Ugandern die Anlage aufzubauen und in Betrieb zu nehmen. Einige der Teilnehmer haben bereits bei dem letzten großen Austausch Erfahrungen mit den Voraussetzungen in Uganda gesammelt. „Beim letzten Mal konnten wir mehr von den Uganda lernen, in diesem Jahr werden wir mehr Erfahrungen mitbringen können, doch die Hauptsache ist, dass man gemeinsam an dem Projekt arbeitet und es einen guten Austausch gibt. Dann macht das Helfen richtig viel Freude“ berichtet Günther Tidden, der die Elektroinstallation vornehmen wird. So heißt es die nächsten 40 Tage erst einmal zittern, ob der Container seinen Bestimmungsort zur rechten Zeit erreicht.

 

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